Wir feiern – 40 Jahre Alster Dojo im Veilchenweg

Der Verein Alster Dojo e.V. feiert das 40-jährige Bestehen seiner Trainingsstätte, des Dōjō im Veilchenweg 34. Dieses einzigartige Dōjō war das erste seiner Art in Europa. Im Jahre 1984 von engagierten Mitgliedern mit viel Eigenleistung erbaut, ist es seitdem Heimat für Ausübende der japanischen Kampfkünste, Budō, in Hamburg.

Das Dōjō, zwei Trainingshallen mit Umkleiden, Werkstätten, Büros und einem Teeraum, sowie der umgebende Garten wurden nach japanischem Vorbild errichtet, um der Ausübung und Weitergabe der Budō einen authentischen Rahmen zu geben – ein kleines Stück Japan mitten in Hamburg.
Im Alster Dojo kann man den Umgang mit den drei wichtigsten Waffen des Budō erlernen: dem Bogen, dem Schwert und dem Speer. Die Lehre geht weit über die bloße Handhabung der einzelnen Waffen hinaus und vermittelt jeweils auch einen Teil der japanischen Kultur. Werte wie innere Ruhe, Disziplin und gegenseitiger Respekt sind feste Bestandteile des Budō.

Kyūdō, das japanische Bogenschießen, wurde in der Schulrichtung der Heki-Ryū bereits seit Ende der 60er Jahre von Hamburg aus in Deutschland und ganz Europa verbreitet und viele national wie international erfolgreiche Schützen hervorgebracht.
Das japanische Schwert ist gleich durch zwei Budō-Disziplinen im Alster Dojo vertreten:
Im Kendō, einem Zweikampf in Rüstung, wird das Erkennen und Ausnutzen einer Unachtsamkeit des Partners trainiert.
Im Iaidō, der Kunst des Schwertziehens und -schneidens, stehen Einzelübungen im Vordergrund. Die überlieferten Formen schulen dabei vor allem Präzision und Konzentration. Seit einiger Zeit wird in der Iaidō-Sparte neben dem regulären Training Jōdō unterrichtet. Hier wird mit dem Partner gelernt, sich mit dem Stab gegen das Schwert zu behaupten.
Auch im Kendō und Iaidō haben Mitglieder des Alster Dojo über die Jahre viele Wettkampferfolge erreichen können.
Im Sōjutsu wird der Kampf mit den langen japanischen Speeren unterrichtet. Das Alster Dojo ist der dabei einzige Ort in Europa, an dem man diese seltene Kampfkunst der Hōzōin-Ryū trainieren kann.

In diesem Jahr schauen wir mit Freude auf die 40-jährige Geschichte des Dōjō im Veilchenweg zurück. Den Erbauern sind wir zu großem Dank verpflichtet. Gleichzeitig sind wir stolz darauf, dass unser Dōjō nach wie vor Anziehungspunkt für Trainierende weit über Europa hinaus ist und freuen uns darauf, auch in Zukunft zum Erhalt der wertvollen Budō-Traditionen beitragen zu dürfen.

All dies möchten wir mit einem großen Fest am
Samstag, den 10. August 2024
mit Gästen, Freunden und unseren Mitgliedern feiern.
Von 14 bis 17 Uhr ist das Dōjō für die Öffentlichkeit zugänglich. Es wird Vorführungen der einzelnen Budō geben. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.
Ein genaues Programm wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Der Vorstand des ADeV im Juni 2024

Im Sommer 1984 kamen der Traditionslinienhalter der Heki-Ryū Insai-Ha, Prof. Inagaki Genshiro, Hanshi 9. Dan (1911 – 1995) und sein damaliger Assistent und spätere Bundestrainer in Deutschland Prof. Mori Toshio (1949 – 2023) für eine traditionelle Dōjō-Einweihung nach Hamburg.

Foto: Bernd Meiners

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